Deutscher Verband für Physiotherapie

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Was Kindern gut tut - Tipps für die gesunde Entwicklungsförderung

Liegen. Sitzen.. Laufen... Springen....

für Ihr Kind wünschen wir Ihnen, dass es sich frei entfalten und gesund entwickeln kann. Kinder sind von Natur aus neugierig und bewegen sich gerne – ganz von alleine. Schenken Sie ihnen dafür Raum und Zeit!

Liegen, Drehen, Krabeln, Hochziehen, Gehen, Hüpfen, Springen und Klettern sind kostbare

Erfahrungen für die lebendige Entwicklung Ihres Kindes – körperlich, seelisch und geistig.

Sie können Ihr Kleines dabei spielerisch und sanft unterstützen – mit Geduld und Liebe.

Und lassen Sie es sich selbst dabei gut gehen – das kommt auch Ihrem Kind zugute.

Das tut gut!

Liegen und gehalten werden

So lange Ihr Baby noch nicht sitzen kann, fühlt es sich in seinem Bettchen oder auf einer Unterlage auf dem Boden am wohlsten – in Bauch- oder Rückenlage.

Auf dem Arm fühlen sich Säuglinge gut aufgehoben, wenn ihr Köpfchen und der Rücken unterstützt sind.

Kinder, die sich bereits selbst aufsetzen, können Sie auch aufrecht am Körper tragen

Krabbeln und die Welt entdecken

Krabbeln, Aufsetzen und Aufstehen braucht vor allem viel Raum und Bewegungsfreiheit – aber auch Schutz. Ab und zu kann ein Laufstall sicheren – aber eben auch begrenzten – Raum bieten.

Zwingen Sie Ihr Kind nicht in Positionen, die es nicht bereits selbst einnehmen kann. Lassen Sie ihm lieber Zeit – so können sich Knochen, Gelenke und Muskeln nach und nach selbst stärken und entwickeln – ohne dass es später zu Haltungsschäden kommt.

Die ersten Schritte auf eigenen Füßen

Schuhe braucht Ihr Kind erst, wenn es frei läuft. Bis dahin bewegt es sich am liebsten barfuß oder trägt rutschfeste Socken.

Babys erste Schuhe sollten gleichzeitig Bewegung zulassen und Halt bieten: Knöchelhoch mit fester Fersenkappe und einer biegsamen Sohle für weiches Abrollen.

Vor allem sollten die Schuhe passen! Wenn Ihr Kind bei der ersten Anprobe weint, ist ihm der Schuh am Fuß vielleicht einfach nur fremd – das Gefühl ist noch ungewohnt.

Lassen Sie ihm auch hier die Zeit, die es braucht.

Davon raten wir ab!

Babywippe

Die Babywippe schränkt die lebendige Bewegung Ihres Kindes stark ein und zwingt Säuglinge zu früh in eine Art Sitzposition. Das tut dem Rücken Ihres Babys nicht gut und schränkt die gesunde Entwicklung Ihres Kindes ein. Die Babywippe sollten Sie daher so selten wie möglich anwenden.

Babyhopser

Kann Ihr Kind seinen Rücken noch nicht aus eigener Kraft aufrecht halten, belastet der Babyhopser die Wirbelsäule zu stark – auch den Füßchen und Beinen Ihres Babys tut der Hopser gar nicht gut.

Lassen Sie Ihrem Kind lieber Zeit, bis es selbst frei Gehen und Springen kann – dabei macht es wertvolle Erfahrungen mit der eigenen Kraft – und mit der Schwerkraft.

Lauflerngeräte ("Gehfrei",...)

Der Name trügt! So genannte Lauflerngeräte stören Ihr Kind beim Laufen-Lernen und können sogar die Entwicklung verzögern. Denn sie nehmen dem Kind die wertvolle Chance, Bewegungsübergänge selbst auszuprobieren.

Sicher unterwegs sein

Kinderwagen

Der Kinderwagen ist das erste Transportmittel für Ihr Kleines – bis es sich aus eigener Kraft frei hinsetzen kann. Dann steigt es um: auf Sportwagen oder Buggy.

Wenn die Rückenlehne verstellbar ist, kann Ihr Kind dort auch bequem und vor allem ausgestreckt liegen. Buggys ohne verstellbare Rückenlehne sind lediglich für kurze Strecken geeignet.

Tragegestell

Wenn Sie Ihr Kind unterwegs am Köper tragen möchten, ist das Tragetuch eine gute Möglichkeit – altersgemäß angewandt. Für Kinder, die frei sitzen können, ist ein Tragegestell ideal – es bietet dem Kind mehr Halt als ein Tragesack.

Ihrem eigenen Rücken zuliebe: Passen Sie Tuch und Tragegestell gut an Ihren Körper an – tragen Sie nicht zu lange und nicht zu einseitig.

Fahrradsitz

Sind Sie mit dem Fahrrad unterwegs, sind Kinder, die frei sitzen können, am sichersten in einem Fahrradsitz auf dem Gepäckträger untergebracht – mit Fußschutz, Sicherheitsgurt und Helm.

Kindersitz im Auto

Im Auto ist Ihr Kind am sichersten im altersgerechten Kindersitz untergebracht. Vorsicht: Kinderwagenoberteil oder Tragetasche auf dem Rücksitz bieten bei Unfällen nicht genügend Schutz für Ihr Baby.

 

Weitere Infos

Mehr Informationen zu dem Thema Was Kindern gut tut bekommen Sie bei Ihrem Physiotherapeuten.

Über unsere Therapeutensuche finden Sie Physiotherapeuten in Ihrer Nähe, die spezialisiert auf Entwicklungsförderung sind.

Die Patienteninformationsbroschüre Was Kindern gut tut kann über unser Kontaktformular bestellt werden.

 

Der Flyer Was Kindern gut tut kann hier bestellt werden.

 
 
Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e.V. Deutscher Verband für Physiotherapie
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Landesverband Baden-Württemberg www.physio-verband.de